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In der Mitte des Lebens taucht unweigerlich irgendwann die Frage auf: War’s das jetzt? Was kommt noch? Was ist übrig von meinen Träumen?

Da war doch noch so viel… Ein dumpfes Gefühl der Unzufriedenheit macht sich breit.  Auch wenn eigentlich alles super ist. Sagen alle. Eigentlich könntest Du glücklich sein. Irgendwas fehlt aber.

Lies in diesem Beitrag, was Du tun kannst, um diese Unzufriedenheit hinter Dir zu lassen.

 

Hör auf Dein Gefühl

Traue diesem Gefühl. Trau Dich, zu fragen, in welchem Lebensbereich die Unzufriedenheit liegt. Halte kurz inne und lass Dich auf die Frage ein: Wo gehst Du heute Kompromisse ein, die für dich nicht mehr passen? Sei ehrlich mit Dir. Und wenn es da etwas gibt, das nach Veränderung ruft, dann hast Du jetzt sicher eine Antwort erhalten.

Nur weil Du heute sagst, das was ist, passt nicht mehr, bedeutet ja nicht, dass Du grundsätzlich etwas „falsch“ gemacht hast. Im Gegenteil! Jede Erfahrung, die Du gemacht hast, war wertvoll! Sie hat Dich zu dem Menschen geformt, der Du heute bist. Unsere Weiterentwicklung ist ein natürlicher Prozess. Egal, was Du betrachtest – den einzelnen Menschen, Teams oder ganze Organisationen – irgendwann kommt der Zeitpunkt, da passen die Lösungen von gestern nicht mehr ins Heute.

 

Es darf sich verändern.

Beginne damit, die Situation anzunehmen. Egal, was Deine Unzufriedenheit gerade ist. Lass sie da sein, nimm sie an… Und dann geh weiter.

Womit wir auch schon bei der nächsten entscheidenden Frage wären: Wohin soll es gehen? Wir wissen recht schnell, was wir nicht mehr wollen. Doch wenn Du wirklich etwas verändern möchtest, braucht es eine Richtung. „Weg von“ etwas zu wollen, hat keine Kraft. Der erste Stolperstein würde Dich ganz schnell wieder umkehren lassen. Es braucht das: ich will „hin zu“…

Vielleicht ist Dir das schon vollkommen klar, vielleicht hast Du Dir bis dato aber auch nicht erlaubt, wirklich eine Antwort darauf zu suchen. Lass bei dieser Suche nach dem „hin zu“ all Deine gelernten Einschränkungen weg: „Wie soll das gehen“, „das schaff ich nie“, „man kann doch nicht“, „was denken die anderen“… Stell diese Fragen mal auf’s Abstellgleis. Darum kannst Du Dich später noch kümmern.

 

Wo genau willst Du hin?

Wie wünscht Du es Dir? Wie schaut Dein perfekter Tag, deine perfekte Woche aus? Male es Dir so detailreich als möglich aus. Du kannst es aufschreiben oder malen, wonach auch immer Dir ist. Hauptsache dieses Bild nimmt vor Deinem inneren Auge Gestalt an. Je mehr Emotion Du dabei spürst, desto besser. Auch ich habe damals zu Beginn meiner Selbständigkeit meine Vision gemalt. Dieses Bild hat mir besonders in der ersten Zeit immer wieder Kraft gegeben. Ich hab es angesehen und gedacht: Ja, genau, DAS will ich. Und es ist genauso eingetreten.

Wenn Du dieses klare Bild vor Augen hast, dann geht es an die Umsetzung. Eines vorab: Ob es nur eine kleine Gewohnheit ist, die Du verändern möchtest oder gleich ein ganzer Lebensbereich – es warten Stolpersteine. Das ist einfach so. Niemand geht durch Veränderungen, ohne dabei auf Unwegsamkeit zu treffen – und sei es nur der innere Schweinehund. Dennoch lohnt sich der Weg – er läßt Dich wachsen und belohnt Dich mit immer mehr Freiheit und Leichtigkeit in Deinem Leben.

Was es zunächst braucht, ist Dein inneres, überzeugtes JA, ich mach das jetzt. Deine klare Entscheidung für Dein Ziel.

 

Stolpersteinen begegnen

Und dann kommen sie auch schon, die ersten Stolpersteine. Immer wieder mal kreuzen sie unseren Weg –  die Stolpersteine im Innen und die im Außen.

Leben ändernWenn Du eben erst einen Entschluss gefasst hast, etwas zu ändern, dann gleicht dieser Entschluss noch einem kleinen, zarten Pflänzchen. Es knickt beim leichtesten Gegenwind ein. Darum meine klare Empfehlung: lieber nicht zu viel reden. Und wenn, dann nur mit Menschen, wo Du erwarten kannst, dass sie Dein Vorhaben unterstützen.

Und trotzdem wird es Kommentare geben, wie: „Wow – welch ein Risiko!“, „wie soll DAS denn funktionieren ?!“, „Bist Du Dir sicher, dass Du das kannst?“

Einwände, die Du nicht entkräften kannst. Fragen, auf die Du noch (!) keine Antwort weißt. Mach Dir bewusst: die aufgeworfenen Zweifel spiegeln die Grenzen des Senders wieder. Es sind nicht Deine Grenzen! Diese Zweifel haben nichts mit Dir zu tun. Am besten ist, nicht diskutieren. Ein lächelndes, wienerisches „Schau ma mal“ kann da als Kommentar ganz hilfreich sein.

 

Gelernte Muster überwinden

Nicht minder herausfordernd sind die Stolpersteine in Dir. Die Glaubenssätze, die Dich klein halten und einschränken: „ich kann das nie“, „was hab ich, was andere nicht haben“, „wie kann ich mir erlauben, es mir gut gehen zu lassen“,…

Und auch natürlich all die großen und kleinen Ängste. Die Angst vor dem Scheitern, die Angst, abgelehnt zu werden, weil ich etwas anders mache. Und noch so vieles mehr. Die inneren Saboteure sind so vielfältig und individuell, dass pauschale Aussagen nur schwer möglich sind.

Wie aber kannst Du damit umgehen?

Zunächst kannst Du Dich fragen, woher Du diesen Satz, der Dich am nächsten Schritt hindert, vielleicht schon kennst. Entweder als Äußerung von Personen oder als erlebtes Vorbild. Hat sich Deine Mutter, Dein Vater permanent abgerackert, sich keine Ruhe gegönnt? Dann hast Du’s perfekt gelernt, dich auch immer anzustrengen – und zwar unbewusst. Wurde Dir als Kind öfter mal gesagt, Du kannst das nicht? Mach Dir bewusst, dass das nicht Deins ist. Du bist heute Erwachsen und kannst Dich bewusst anders entscheiden.

Was wollen Deine Ängste Dir sagen? Indem Du Dich mit ihr auseinandersetzt, Dich fragst, was sie denn Gutes für Dich tun möchte, wird sie greifbarer und damit meist weniger groß. Wir neigen dazu, wegzusehen, wenn uns etwas ängstigt. Doch dieses Vermeidungsverhalten lässt die Angst meist größer erscheinen, als sie eigentlich ist. Und schließlich ist es normal, dass wir unsicher sind, Bammel haben vor dem Unbekannten. Geh den nächsten Schritt trotz des mulmigen Gefühls. Es braucht „nur“ ein wenig Mut 😉

Du kannst die alten Einschränkungen hinter Dir lassen und Deine Vision wahr werden lassen. Ich selbst hab erfahren, wie unglaublich befreiend das ist und was alles möglich wird, wenn Du Dich auf Deine innere Stimme einläßt. Mit jedem Schritt, den Du gehst, lernst Du Dich selbst besser kennen. Dadurch gewinnst Du ein neues Selbstverständnis und gehst mit mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen durchs Leben.

Ich begleite Dich gerne bei Deinen nächsten Schritten.

 

Bilder: www.123rf.com/profile_maxsheb / www.123rf.com/profile_antonel / Barbara Fiala